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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » Kongressberichte 04. Dezember 2020
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Akutes Koronarsyndrom

Myokardinfarkt ohne ST-Hebung (NSTEMI)

Die ersten Resultate der ACUITY-Studie wurden im November 2006 publiziert. Verglichen wurden drei verschiedene antithrombotische Therapiestrategien bei 13'800 Patienten mit NSTEMI: Heparin oder Enoxaparin plus Glykoprotein IIIa/IIb Antagonist, Bivalirudin plus Glykoprotein IIIa/IIb Antagonist oder Bivalirudin Monotherapie. Ischämische Ereignisse und Blutungen zusammen traten unter Bivalirudin signifikant weniger häufig auf als unter den kombinierten Strategien, hauptsächlich aufgrund von weniger Blutungen [1]. Am ESC-Kongress 2007 wurden nun die Mortalitätsergebnisse nach einem Jahr präsentiert: diese war im Bivalirudin-Monotherapie-Arm am geringsten (2.2%), statistisch zeigte sich jedoch kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen (3.1% und 2.4% in den beiden anderen Gruppen) [2].

 

In der randomisierten ISAR-REACT 2 Studie wurden 2'022 Patienten mit einem NSTEMI zusätzlich zu Aspirin und Clopidogrel mit Heparin plus Abciximab oder Heparin plus Placebo behandelt. Das Myokardinfarkt-freie Überleben war 1 Jahr nach Abciximab-Verabreichung signifikant länger als in der Placebogruppe (relatives Risiko 0.74, p=0.015) [3].

 

Die OASIS-5 Studie hat gezeigt, dass Frauen mit einem NSTEMI nicht von einer routinemässig durchgeführten invasiven Therapie profitieren [4]. Die optimale Behandlungsstrategie für Frauen mit NSTEMI bleibt noch zu definieren.

 

Myokardinfarkt mit ST-Hebung (STEMI)

Auch bei Betrachtung der Daten nach 3-jährigem Follow-up ist die primäre Angioplastie bei STEMI der Fibrinolyse signifikant überlegen: die Ereignisrate (Tod, Myokardinfarkt oder Hirnschlag) betrug 19.6%

respektive 25.2% (p=0.006) [5]. Die Verabreichung von Abciximab während der PTCA ist dabei immer noch die beste Strategie; die frühere Gabe (bereits während dem Transport des Patienten zum Katheterlabor) von Glykoprotein IIIa/IIb Antagonisten oder Fibrinolytika führte nicht zu einem besseren Benefit/Blutungs-Verhältnis, wie die FINESSE-Studie nachwies [6].

 

Die ExTRACT-TIMI 25 Studie hat untersucht, ob das LMWH Enoxaparin dem unfraktionierten Heparin als Antikoagulans bei STEMI überlegen ist. In Wien wurden die Einjahresdaten präsentiert. Auch 1 Jahr nach Ereignis waren im Enoxaparinarm signifikant weniger Todesfälle oder Myokardinfarktrezidive aufgetreten (15.8% versus 17%, p=0.01) [7].

 

Die Autoren der CARESS-in-AMI Studie kommen zum Schluss, dass Patienten nach einer Fibrinolyse nicht nur bei Versagen der Lyse (im Sinne einer Rescue-PTCA), sondern evtl. auch 2-17 Stunden nach Reperfusion direkt einer PTCA zugeführt werden sollen. Todesfälle, Myokardinfarktrezidive oder Ischämierezidive waren signifikant seltener, als wenn konservativ weitertherapiert wurde [8]. Blutungen traten allerdings auch häufiger auf.

 

Referenzen

 

1. Stone GW et al, NEJM 2007;355:2203-2216
2. White et al, Abstract 1031
3. Seyfarth et al, Abstract 1029
4. Swahn E et al, Abstract 1764
5. Nielsen TT et al, Abstract 1025
6. Ellis S et al, Abstract 1760
7. Antman E et al, Abstract 1027
8. Ci Mario C et al, Abstract 1762

 

 
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13.11.2007 - dde
 



 
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