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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 30. November 2020
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Systolische und diastolische Dysfunktion und Herzinsuffizienz: Gibt es eine differentielle Therapie?

Jeder 5. Mensch wird im Laufe seines Lebens an einer Herzinsuffizienz (HI) erkranken. Die Hypertonie führt mit anderen Risikofaktoren zusammen entweder zum Myokardinfarkt oder aber zur LV-Hypertrophie. Nach Myokardinfarkt wird eine vorwiegend systolische, bei LV-Hypertrophie eine vorwiegend diastolische Dysfunktion auftreten. Die diastolische HI nimmt mit dem Alter anteilmässig stark zu und ist mit einer schlechten Prognose assoziiert. Risikofaktoren sind:

  • Alter
  • Übergewicht
  • Arterielle Hypertonie
  • LV-Hypertrophie
  • Obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom
  • Aortenstenose
  • Ischämie

 

Oedeme sind bei diastolischer HI etwas häufiger als bei systolischer, eine Kardiomegalie hingegen ist bei diastolischer Dysfunktion seltener.

 

Diagnose

Bei klinischem Verdacht auf eine HI soll primär eine kardiale Grunderkrankung gesucht werden. Bei normalem EKG, Thorax und BNP ist die Diagnose HI unwahrscheinlich. Bei pathologischem Befund muss die Echokradiographie weiter Aufschluss geben. Erst dann sollen weitere Untersuchungen, z.B. eine Koronarangiographie, erfolgen.

 

Therapie

An erster Stelle steht natürlich die Therapie der Grunderkrankung respektive der Risikofaktoren. Betablocker, Diuretika und Kalziumantagonisten können das HI-Risiko durch Behandlung der Hypertonie senken.

 

Spezifische Therapie der systolischen Herzinsuffizienz

An erster Stelle steht der ACE-Hemmer, wird dieser gut vertragen kann eine Kombination mit einem Betablocker und evtl. einem AT1-Blocker und Spironolacton erfolgen. Wird der ACE-Hemmer nicht vertragen wird der Einsatz eines AT1-Blockers empfohlen, mit einem Betablocker und Spironolacton. Symptomatisch wirken Diuretika, Nitrate und Digitalis.


Spezifische Therapie der diastolischen Herzinsuffizienz:
  • AT1-Blocker/ACE-Hemmer
  • Diuretika (Vorsicht wegen Hypovolämie)
  • Betablocker
  • Kalziumantagonist
  • Behandlung eines Vorhofflimmerns

Spironolacton hat sich bei der LV-Hypertrophie als günstig erwiesen, allerdings müssen unbedingt Kalium und Kreatinin überwacht werden. Losartan hat in der LIFE-Studie gezeigt, dass Hirnschläge durch den ACE-Hemmer signifikant reduziert werden können. Ausserdem gibt es gute Anhaltspunkte dafür, dass Patienten mit HI von Statinen profitieren.

 

Lebensführung bei HI

  • Tägl. Gewichtskontrolle, evtl. Gewichtsreduktion
  • Verhalten bei Gewichts-, Symptomenzunahme
  • Möglichst wenig Salz
  • Kein/wenig Alkohol
  • Flüssigkeitszufuhr konstant halten
  • Angepasstes Training
  • Regelmässige Medikamenteneinnahme
  • Regelmässiger Arztbesuch

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14.12.2005 - dde
 



 
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