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Schmerzen

Jeder 6. Schweizer hat chronische Schmerzen. Die häufigsten Ursachen sind rheumatologischer Ätiologie (34%). Anhand des Stufenleiterregimes für Schmerztherapie erklärt PD Dr. Haiko Sprott, Rheumaklinik Universitätsspital Zürich, den gezielten Einsatz der verschiedenen Medikamente.

  • Bei Schmerzen sind primär Stufe 1-Medikamente (Nichsteroidale Antirheumatika, Acetylsalicylsäure, Coxibe) indiziert. Je nach Alter, Raucherstatus und Magenanamnese des Patienten ist ein Magenschutz indiziert. 
  • Persistieren die Schmerzen unter dieser Therapie können Medikamente der Stufe 2 (Tramadol, Tilidin, Codein) eingesetzt werden. Dr. Sprott meint jedoch: „Codein ist zu wenig analgetisch, sein Stellenwert liegt beim Reizhusten!“ und auch Tramal wirkt seiner Ansicht nach mehr antidepressiv als analgetisch. Er empfiehlt, diese Medikamentenstufe eher zu überspringen. 
  • Stufe 3-Medikamente sind starke Opioide. Anhand eines praktischen Beispiels erklärt Dr. Sprott das Basis-Bolus-Prinzip der Opiattherapie. 
    - Basis (soll Grundschmerzpegel abdecken), z. B.: MSTret: 2 x 30 mg
    - Bolus (für Schmerzspitzen); gleiche Dosierung in nicht-retardierter 
      Form, z. B: Morphin Tropfen 6 x 10 mg
    - Evaluation der Schmerzen unter Therapie nach ein paar Tagen. Falls 
      die Gesamtdosis von 120 mg nicht reicht, muss die Basis von 60 mg  
      auf 120 mg erhöht werden, der Bolus ebenfalls
    - Die Basismedikation ist so zu dosieren, dass die Bolusmenge kaum 
      benötigt werden muss. Übersteigt die Tagesmenge 300 – 400 mg ist
      ein Opiatwechsel in Betracht zu ziehen bei Verdacht auf zu geringes
      Opiatansprechen. Cave: Äquivalenzdosierung!

 

 
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11.09.2006 - ssc
 

 



 
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