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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 02. Dezember 2020
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Psychologische Behandlung bei IBS

Das Irritable Bowel Syndrome (IBS) besteht aus einer somatischen und einer wesentlichen psychologischen Komponente. Auf der somatischen Seite spielen die viscerale Sensitivität und Schmerzschwelle sowie die Motilität und Sekretion eine Rolle, auf der psychologischen Seite die Wahrnehmung (Schmerz, Blähungen, Stuhlgewohnheiten), die Wertung dieser Symptome und schliesslich die Verarbeitung. Damit ergibt sich ein Zusammenspiel des intestinalen und des zerebralen Kompartiments.

 

Formen der Therapie

  • Kognitive Verhaltenstherapie
    - Kognitive Verhaltenstherapie (n.Beck)
    - Rational-emotive Verhaltenstherapie (n.Ellis)
    - Selbstinstruktionstraining (n. Meichenbaum u.a.)
  • Entspannungstherapie
  • Bio-Feedback
  • Hypnotherapie (bei mittelschwerem und schwerem IBS, 30% der Patienten sind allerdings nicht dafür geeignet)
  • Psychodynamische Therapie

Die Datenlage über die Resultate von Studien psychologischer Therapien ist zur Zeit rel. schlecht. Die meisten psychologischen Therapien zeigen allerdings eine günstige Wirkung auf die IBS Symptomatik. Leider fehlen in der Schweiz gut strukturierte Netzwerke zur psychologischen Versorgung.

 

Arzt-Patienten Beziehung

Für die Arzt-Patienten Beziehung sind für den Behandelnden folgende Punkte zu beachten:

  • Akzeptiere IBS als reguläre Erkrankung
  • Nicht überreagieren mit Untersuchungen und Behandlungen
  • Erkläre pathophysiologische Vorgänge                    
    - Bestimme Krankheitsverständnis des Pat       
    - Instruiere Pat anhand Analogien oder Hilfen entsprechend Bildungsstand
    - Ueberprüfe, ob Instruktion verstanden wurde
  • Versichere die gutartige Natur des IBS, Prognose
  • Zielsetzung hinsichtlich Lebensstil, Verhalten, Medikamente
  • Überprüfe Befürchtungen und vertiefe Instruktion

 

Weitere Möglichkeiten einer Intervention auf psychologischer Basis

  • Antidepressiva sollen nur bei schwerer Form des IBS und Ineffizienz anderer Therapien eingesetzt werden. Einschleichend beginnen. Bei Trizyklika am Anfang oft Symptomverstärkung (2-3 Wochen). Verstärkung der Obstipation möglich.
  • Die Ansprechrate auf Placebo ist bei Patienten mit IBS hoch.
  • Phytotherapie: 3 Kräutermischungen haben sich in je einer Untersuchung als wirksam gezeigt. Keine namhaften Nebenwirkungen wurden nachgewiesen bei
    chinesischer Kräutermischung
    - Iberogast    
    - Padma Lax
  • Auch Akupunktur und Yoga haben in einzelnen Studien eine günstige Beeinflussung des Krankheitsverlaufs gezeigt.

 
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08.07.2005 - dde
 



 
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