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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 04. Dezember 2020
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Osteoporose: Risikofaktoren; Behandlung und Monitoring

Marc-Antoine Krieg, Lausanne
Kurt Lippuner, Bern
Brigitte Uebelhart, Genève
Douglas C. Bauer, San Francisco

 

Risikofaktoren

Gemäss EPISEM-Studie sind folgende Faktoren mit einem signifikant erhöhten Osteoporoserisiko assoziiert:

  • Alter
  • Tiefer BMI
  • Frühere Fraktur
  • Rauchen
  • Keine Hormonersatztherapie
  • Kürzlicher Sturz
  • Stuhltest negativ (Selbständiges Aufstehen vom Stuhl nicht oder nur sehr erschwert möglich)

Je mehr Risikofaktoren, desto grösser das Frakturrisiko

 

Neues von der Front der Osteoporosetherapie

Um von der Swissmedic zugelassen zu werden müssen neue Medikamente zur Therapie der Osteoporose in mindestens 3-jährigen Studien eine signifikante Reduktion zumindest der vertebralen Frakturinzidenz bewiesen haben. Etabliert und bereits längere Zeit auf dem Markt sind:

  • Alendronat
  • Risedronat
  • Calcitonin
  • Calcium/Vitamin D
  • Hormonersatztherapie
  • Raloxifen

Neue Antiresorptive Medikamente

Neu zugelassen ist nun das Bisphosphonat Ibandronat in einer Dosierung von 2.5 mg täglich. In einer randomisierten Studie an fast 2'000 Patienten konnte die Frakturrate gegenüber Placebo halbiert werden. Möglich ist auch eine monatliche Verabreichung.

Ebenfalls neu zugelassen ist die Kombination von 70 mg Alendronat mit Vitamin D per os.

 

Viel versprechende Resultate haben auch Studien mit dem potenten Bisphosphonat Zolendronat gezeigt. Ein weiterer Kandidat für eine Zulassung in nicht allzu ferner Zukunft ist der RANK-Ligand-Antikörper Denosumab. Beide Wirkstoffe haben in randomisierten Untersuchungen eine hoch signifikante Reduktion der Frakturraten gezeigt.


Neue knochenaufbauende Medikamente

Zugelassen ist seit kurzer Zeit Teriparatid, ein synthetisch hergestelltes Parathormon. Die Frakturrate konnte in einer randomisierten Studie um 65% reduziert werden. Nebenwirkungen sind Schwindel, Beinkrämpfe und Hyperkalzämie. Gemäss K. Lippuner vom Unispital Bern ist Teriparatid vor allem bei rasch und stark progredientem Verlauf indiziert.

 

Ein in der Pipeline stehendes Medikament der Zukunft ist Strontium Ranelat. In einer kürzlich publizierten Studie konnte durch Strontium Ranelat eine Reduktion der Frakturrate um über 40% gezeigt werden.

 

Wann und wie lange behandeln?

Eine Behandlung der Osteoporose ist dann indiziert, wenn die Knochendichtemessung ein T-Score < 2.5 SD ergibt und weitere Risikofaktoren bestehen. Speziell weist die Referentin auf die Faktoren Alter, frühere Frakturen, hohen Knochen-Turnover und Steroidtherapien hin.

 

Die Frage nach der Dauer der Behandlung kann nicht allgemein beantwortet werden und ist je nach Präparat verschieden. Es gilt, das optimale Gleichgewicht zwischen frakturpräventiver Effektivität und sekundären Effekten respektive Nebenwirkungen zu finden.

 

Monitoring während der Therapie

Es stellt sich die Frage, ob ein Knochendichte- und/oder Labormonitoring für die Beurteilung der Effektivität der Therapie oder der Compliance Sinn macht.

 

Der Referent beantwortet die Frage wie folgt: Ein Routine-Monitoring macht nach den heutigen Erkenntnissen keinen Sinn. Ein Monitoring der Knochendichte soll lediglich beim Auftreten von Frakturen erfolgen. Die Messung von Markern im Blut oder Urin lässt zwar einen Rückschluss auf die Effektivität der Therapie zu, zur Zeit ist jedoch noch kein guter Marker für ein Labor-Monitoring identifiziert.

 

 
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12.05.2006 - dde
 



 
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