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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 25. November 2020
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Demenz - Delir - Verhaltensstörungen

Demenz

Diagnostische Kriterien der Demenz (DSM IV
  • 1. Gedächtnisstörung
  • 2. mindestens eine zusätzliche kognitive Störung
  • 1. und 2. führen zu funktioneller Beeinträchtigung
  • Defizite nicht transient (nicht ausschliesslich im Verlauf eines Delirs)
  • Defizite hirnorganisch (nicht durch eine  Störung vom Typ Depression oder  Schizophrenie erklärbar)
Nicht pharmakologische Therapie
  • Information
  • Zukunftsplanung
  • Körperliche Aktivität
  • Orientierungs/ Erinnerungshilfen
  • Unterstützung Angehörige
Pharmakologische Therapie
  • Bei Kriterien für Alzheimer Demenz (Dauer mindestens 6 Monate)
  • Mini Mental Status 10 bis 24 Punkte

Evaluation nach 2 Wochen (Nebenwirkungen), nach 3 Monaten und dann 6-monatlich (Verlauf kognitiver Funktionen).

 

Delir

Definition Delir

Ein transientes, fast immer reversibles organisch mentales Syndrom mit akutem Beginn, Vigilanzstörung, verstärkter (hyperaktiv-hyperalerte Variante) oder verminderter (hypoaktiv-hypoalerte Variante) psychomotorischer Aktivität und gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus 

 

Fluktuierende Symptome
  • Bewusstseinsstörung und Störung der Vigilanz mit verminderter Fähigkeit die Aufmerksamkeit zu richten, aufrecht zu erhalten oder zu verschieben.
  • Störung der Kognition (Desorientierung, Kurzzeitgedächtnisstörung, Denkstörung, Sprachstörung) oder Wahrnehmungsstörung (mit Fehlinterpretation od. Halluzinationen)
Sechs Risikofaktoren
  • 1. Dehydratation 
  • 2. Hörbehinderung 
  • 3. Immobilität 
  • 4. Kognitive Einschränkung 
  • 5. Schlafstörung 
  • 6. Sehbehinderung 
Diagnose

Confusion Assessment Method (CAM):

  • 1. Störung der Aufmerksamkeit: Hat der Patient Mühe, sich zu konzentrieren? Ist er leicht ablenkbar?
  • 2. Denkstörungen: Hat der Patient Denkstörungen im Sinne von inkohärentem, paralogischem oder sprunghaftem Denken?
  • 3. Quantitative Bewusst- seinsstörung: Jeder Zustand ausser “wach” wie hyperalert, schläfrig, stuporös, komatös.
  • 4. Akuter Beginn und fluktuierender Verlauf: Gibt es Hinweise dafür, dass die in 1 bis 3 beschriebenen Störungen akut aufgetreten sind? Gab es Tagesschwankungen innerhalb der qualitativen oder quantitativen Bewusstseinsstörung?

Eine Delirium ist vorhanden, wenn 1. und 4. mit "ja" beantwortet sind und zusätzlich 2. oder 3. mit "ja" beantwortet ist.

 

Medikamente, die oft zu Delir führen
  • Antibiotika 
  • Anticholinerg wirksame Substanzen 
  • Antikonvulsiva 
  • Anti-Parkinson-Mittel 
  • Herz-Kreislaufmittel 
  • Tranquilizer, Hypnotika 
  • und andere

 

Verhaltensstörungen

Sind die Symptome gravierend und anders nicht genügend beeinflussbar sind Psychopharmaka trotz Nebenwirkungen und Risiken indiziert. Dabei ist zu beachten:

  • Zielsymptom definieren
  • Abwägen von Nutzen und Risiko
  • Niedrig Dosieren  (Beginn mit 1/4 Standarddosis)
  • Effekt evaluieren
  • Nebenwirkungen beobachten
  • Indikation überprüfen nach vorgesehener Zeitdauer
  • Absetzversuch nach etwa 3 Monaten

 
Mediscope
 
26.05.2006 - dde
 



 
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