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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 25. November 2020
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Delir - Demenz - Depression

Delir

Definition

Ein transientes, fast immer reversibles organisch mentales Syndrom mit akutem Beginn, Vigilanzstörung, verstärkter oder verminderter psychomotorischer Aktivität und gestörtem Schlaf-Wach-Rhythmus

 

Diagnose

Confusion Assessment Method (CAM): Screening für das Vorhandensein eines Delirs (Sensitivität und Spezifität über 90%):

  • 1. Störung der Aufmerksamkeit: Hat der Patient Konzentrationsschwierigkeiten? Ist er leicht ablenkbar?
  • 2. Denkstörungen: Hat der Patient Denkstörungen (inkohärentes, paralogisches oder sprunghaftes Denken?
  • 3. Quantitative Bewusstseinsstörung: hyperalert, schläfrig, stuporös, komatös?
  • 4. Akuter Beginn und fluktuierender Verlauf: Gibt es Hinweise dafür, dass die in 1 bis 3 beschriebenen Störungen akut aufgetreten sind? Gab es Tagesschwankungen innerhalb der qualitativen oder quantitativen Bewusstseinsstörung?

Ein Delirium ist vorhanden, wenn 1. und 4. sowie zusätzlich 2. oder 3. zutreffen.

 

Risikofaktoren für ein Delir

  • Dehydratation 
  • Hörbehinderung 
  • Immobilität 
  • Kognitive Einschränkung 
  • Schlafstörung 
  • Sehbehinderung

Benzodiazepine zeitlich befristet geben, Absetzen von Benzodiazepinen muss geplant werden.

 

Komplikationen

  • Immobilität mit Komplikationen
  • Agitation mit Komplikationen
  • Complianceproblematik
  • Iatrogene Probleme
  • Rezidiv des Delirs
  • Morbidität und Mortalität erhöht

 

Therapeutisches Vorgehen

  • Allgemein-medizinische Massnahmen
  • Behandlung ursächlicher Faktoren und Anpassung der Medikation
  • Bezugsperson informieren (Risiko der Selbstgefährdung, Urteils(un)fähigkeit des Patienten, u.U. Therapie gegen aktuelle Willensäusserung des Patienten)
  • Niedrigdosiert Haloperidol/evtl. Lorazepam bei Angst

 

Demenz

Diagnostik

  • 1. Gedächtnisstörung
  • 2. mindestens eine zusätzliche kognitive Störung
  • 3. 1. und 2. führen zu funktioneller Beeinträchtigung
  • 4. Defizite nicht transient (nicht ausschliesslich im Verlauf eines Delirs)
  • 5. Defizite hirnorganisch (nicht durch eine  Störung vom Typ Depression oder  Schizophrenie erklärbar)


Wichtig

  • Stellen der Diagnose einer Demenz auch bei Pflegebedürftigkeit
  • Anticholinerge Medikamente bei Demenz wenn möglich vermeiden
  • Limitierter Einsatz von Benzodiazepinen
  • Aktive therapeutische Massnahmen bei verbesserbaren Zuständen
  • Bei Patienten mit fortgeschrittener Demenz Behandlungskonzept bezüglich Ernährung, Flüssigkeit und Therapie
  • Information der Angehörigen

 

Depression

Im Alter gehäuft depressive Symptomatik ohne Traurigkeit

 

Vorgehen

  • Medikamentöse Massnahmen sind auch wirksam bei depressiver Symptomatik ohne Traurigkeit
  • Vermeiden von Antidepressiva mit anticholinergen Nebenwirkungen
  • Wunsch des Patienten beeinflusst Behandlungsentscheid sehr
  • Bei Indikation: Verminderung Unterbehandlung
  • Bei fehlender Indikation: Potenzielle Überbehandlung
     
 
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08.07.2005 - dde
 


 
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