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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 25. November 2020
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Antikörper - in Diagnostik und Therapie

Antikörper nehmen in der Diagnostik und Therapie eine immer wichtigere Stellung ein. M. Seitz berichtet über einige aktuelle Beispiele in der Rheamatologie.

 

Rheumatoide Arthritis (RA): Antikörper gegen zyklisches zitrulliniertes Peptid (anti-CCP)

  • anti-CCP Antikörper sind nützlich für die Frühdiagnose der RA, vor allem bei negativem Rhemafaktor
  • Positives anti-CCP ist prädiktiv für einen erosiven Krankheitsverlauf bei früher RA innerhalb von 5 Jahren
  • Mit der kombinierten Bestimmung von CCP-Ak und RF erreichen wir die höchste Sensitivität und Spezifität für die Diagnose der frühen RA

 

TNF-alpha-Blocker

TNF-alpha-Blocker bewirken eine hochpotente, unspezifische Dämpfung von Entzündungsreaktionen, unabhängig von der Genese, also auch bei Infektionen des Körpers (Cave Infektmaskierung)

Unerwünschte Wirkungen
  • gehäufte Infekte der oberen Luftwege und HWI!
  • Reaktivierung einer latenten Tbc, daher vor Therapiebeginn "Screening" mit:
    - Expositionsanamnese
    - Röntgen Thorax
    - Spez. "in vitro" Immunotest (Quantiferon)

TNF-alpha-Blocker sind teuer (20-40‘000 CHF/Jahr), daher ist eine korrekte Indikationsstellung und eine regelmässige Überwachung unerlässlich.

 

Zugelassene Indikationen für TNF-alpha-Blocker in der Rheumatologie in der Schweiz sind:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Polyartikuläre juvenile idiopathische Arthritis
  • Psoriasisarthritis
  • Ankylosierende Spondylitis

 

B-Zell Blockade bei RA mit Rituximab

2 Einzelgaben von Rituximab innerhalb von 2 Wochen in Kombination mit Methotrexat bei Patienten mit schwerer RA innerhalb 1 Jahres:

Werden gut toleriert
  • Keine offensichtliche Zunahme von Infekten
  • Normale Immunglobulinspiegel bleiben erhalten
  • Einfluss auf Memory B-Zell Pool bei häufigeren Therapiewiederholungen nicht geklärt
Sind wirksam
  • Signifikante und anhaltende Besserung der Krankheitsaktivität
  • Reduktion der Rheumafaktor-Spiegel
  • Sehr gute Therapieantwort bei 10-20% der Patienten (gemäss EULAR Remission oder ACR70 Response)
  • bereits nach 6 Monaten Verzögerung der radiologischen Progression erkennbar (REFLEX-Studie)

Kassenzulässigkeit von Rituximab in der Schweiz ab 1. Juni 2006. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf 10‘000 CHF/Jahr.

 

Ausblick

Weitere therapeutische Biologika bei rheumatischen Erkrankungen in nächster Zukunft sind:

  • Antikörper gegen IL-6R (bei RA)
  • Antikörper gegen IL-1beta (bei RA)
  • IL-1 Rezeptorantagonist (Anakinra) (bei RA, adultem M. Still)
  • Hemmung costimulatorischer Moleküle (CD28) durch CTLA4Ig (Abatacept) (RA, SLE, Psoriasis)

 
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26.05.2006 - dde
 



 
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