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Effektivität der Behandlung der arteriellen Hypertonie auf die Primärprävention der koronaren Herzkrankheit

ASCOT – Blood Pressure-Lowering Arm. Eine grosse randomisierte, nicht-verblindete Multizenterstudie.

Titel

ASCOT blood pressure-lowering arm – study of effects of two BP-lowering regimens in hypertensive patients with cardiovascular risk factors.

 

Autoren

Dahlof B, Sever PS, Poulter NR, Wedel H, Beevers DG, Caulfield M, Collins R, Kjeldsen SE, Kristinsson A, McInnes GT, Mehlsen J, Nieminen M, O'Brien E, Ostergren J; ASCOT Investigators.

 

Quelle

Lancet 2005;366:895-906

 

Abstract

 

 

Fragestellung

Ist die Behandlung der arteriellen Hypertonie mit einem neuen Therapieschema bestehend aus einem Kalziumkanalblocker (Amlodipin) mit oder ohne ACE-Hemmer (Perindopril) effektiver in Bezug auf die Primärprävention der koronaren Herzkrankheit als ein Schema bestehend aus einem Betablocker (Atenolol) mit oder ohne Diuretika (Bendroflumethiazid).

 

Methoden

Patienten mit arterieller Hypertonie und relativ geringem Cholesterinspiegel wurden in dieser multizentrischen, nicht-verblindeten Studie zu einer antihypertensiven Therapie mit Amlodipin 5 mg/d (n = 9’639) oder Atenolol 50 mg/d (n = 9’618) randomisiert. Zur Erreichung des Blutdruckziels (< 140/90 mm Hg) wurde primär das Studienmedikament ausdosiert und sekundär Perindopril 4 mg/d in der Amlodipingruppe beziehungsweise Bendroflumethiazid 1.25 mg/d in der Atenololgruppe verordnet.

 

Resultate

Die Verteilung der Studienmedikationen war: Amlodipin 78%, Perindopril 63%, Atenolol 73% und Bendroflumethiazid 67%. Die Studie wurde auf Empfehlung des «Data Safety and Monitoring Board» aufgrund der Wirksamkeit von Amlodipin/Perindopril und Bedenken gegenüber der Atenolol/Bendrolflumethiazid- Gruppe vorzeitig nach 5.4 Jahren abgebrochen. Am Studienende war der mittlere systolische Blutdruck der Amlodipin/Perindopril-Gruppe nicht signifikant kleiner (135.5 mm Hg vs. 136.3 mm Hg). Die Studie zeigte für die Amlodipin/Perindopril- Gruppe eine leichte, ebenfalls nicht signifikante Reduktion bezüglich Erreichen des primären Endpunkts, d.h. nichtfataler Myokardinfarkt und fatale koronare Herzkrankheit. Jedoch traten mehrere vordefinierte, sekundäre Endpunkte wie Tod jeder Ursache (HR 0.86), alle koronaren Ereignisse (HR 0.86), alle kardiovaskulären Ereignisse und Prozeduren (HR 0.84), cerebraler Insult (HR 0.77) sowie kardiovaskulärer Tod (HR 0.76) signifikant häufiger in der Atenolol/Bendroflumethiazid-Gruppe auf. Zudem wurde während der Beobachtungszeit Diabetes mellitus unter Amlodipin/Perindopril signifikant seltener als unter Atenolol/Bendroflumethiazid neu diagnostiziert. In vordefinierten Untergruppen zeigten sich vergleichbare Effekte. Bezüglich schwerer Nebenwirkungen zeigte die Studie keine Unterschiede.

 

Zusammenfassung

In Patienten mit arterieller Hypertonie und relativ geringem Cholesterinspiegel führt eine antihypertensive Therapie mit Amlodipin und, falls notwendig, Perindopril im Vergleich zur Behandlung mit Atenolol/Bendroflumethiazid zu einer Reduktion mehrerer sekundärer Endpunkte inklusive Mortalität. Die Studie wurde deshalb vorzeitig abgebrochen, um der Betablockergruppe die adäquate Medikation zu gewähren.

 

Besprechung von Dr. med. Rolf Vogel, Klinik und Poliklinik für Kardiologie, Departement Herz und Gefässe, Universitätsklinik Inselspital, Bern.

Lancet 2005;366:895-906 - Dahlöf B et al

27.09.2005 - undefined

 
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