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Wie effektiv ist Akupunktur zur Migräne-Prophylaxe?

Eine Studie im Fachblatt des Kanadischen Ärzteverbandes verglich vier verschiedene Akupunkturmethoden - davon eine Scheinakupunktur - zur Migräne-Prophylaxe. Die Resultate weisen auf einen nur bescheidenen Nutzen der Akupunktur hin.

In der einfachblinden Studie wurden 480 Migräne-Patienten mit einer der folgenden vier Akupunkturmethoden behandelt: Zwei Gruppen erhielten jeweils eine echte Akupunktur, aber an verschiedenen Stellen migränespezifischer Meridianachsen (Shao-Yang- bzw. Yang-Ming-Meridian). Die dritte Gruppe wurde an nicht migränespezifischen Stellen genadelt, und die vierte Gruppe bekam nur eine Scheinakupunktur. Alle Teilnehmer erhielten 20 Behandlungen über einen Zeitraum von 4 Wochen. Primärer Endunkt war die Zahl der Tage mit Migräne in den 4 Wochen nach der Behandlung (Woche 5-8 nach Randomisierung).

 

Im primären Endunkt zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden migränespezifischen Akupukturbehandlungen (Shao-Yang-Gruppe und Yang-Ming-Gruppe) und der migräneunspezifischen Akupunktur oder Scheinakupunktur: So betrug die durchschnittliche Zahl der Tage mit Migräne 2.8 Tage, 2.9 Tage, 2.7 Tage und 3.4 Tage (p=n.s.). Erst im weiteren Follow-up (Woche 13-16)zeigte sich ein signifikanter, wenn auch nicht sehr stark ausgeprägter Unterschied bei den Migräneattacken zwischen den Gruppen mit echter Akupunktur und der Gruppe mit Scheinakupunktur. Nur bei sekundären Endpunkten (Anfallsfrequenz und Schmerzintensität) erreichte die echte Akupunktur gegenüber Scheinakupunktur signifikant bessere Resultate, die aber von den Studienautoren als klinisch nicht relevant beurteilt wurden.

 

Konklusion der Autoren: Echte Akupunktur scheint im Vergleich zur Scheinakupunktur nur einen bescheidenen Nutzen zur Migräne-Prophylaxe zu bringen

 

Link zur Studie

CMAJ 2012, Online Publikation am 9. Januar, doi: 10.1503 - Ying Li et al.

24.01.2012 - gem

 
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