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Unerfüllter Kinderwunsch: Clomifen, Insemination oder weiter auf natürliche Weise versuchen

Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch ohne erklärbarer Ursache wird meist zu einer Hormontherapie oder zu einer künstlichen Befruchtung geraten. Eine im BMJ publizierte Studie zeigt jedoch, dass in vielen Fällen regelmässiger Sex mindestens genauso oft zum Erfolg führt.

An der in Schottland durchgeführten Studie beteiligten sich 5 Spitäler. 580 Paare mit seit mindestens 2 Jahren bestehendem unerfülltem Kinderwunsch - ohne nachweisbaren medizinischen Grund - wurden in drei Gruppen aufgeteilt und für 6 Monate mit einer der folgenden Strategien behandelt. 193 Frauen wurden angehalten, es weiterhin auf natürliche Weise zu versuchen (bewusstes Fertilisations-Management mit regelmässigem Geschlechtsverkehr und gesunder Lebensweise), 194 bekamen Clomifen zur hormonellen Stimulation der Eierstöcke und bei 193 Frauen erfolgten Inseminationen (Spermaeinspritzungen) ohne hormonelle Vorbehandlungen. Primärer Studienendpunkt war die Lebendgeburtenrate. Sekundäre Endpunkte waren die Raten für Schwangerschaften, Mehrlingsschwangerschaften, Fehlgeburten sowie die Behandlungsakzeptanz.

 

Die drei Gruppen waren bezüglich Alter, BMI, Dauer der Unfruchtbarkeit, Spermienmenge und –beweglichkeit vergleichbar. Die Lebendgeburtenrate betrug bei regelmässigem Sex ohne Behandlung 17% (32 Geburten), bei Clomifen 14% (26 Geburten) und bei den Insemination 32% (43 Geburten). Im Vergleich zu keiner Therapie ergab sich statistisch kein signifikanter Anstieg der Erfolgsrate mit Clomifen (Odds Ratio 0.79) oder mit Insemination (OR 1.46). In der Gruppe mit Fertilisations-Management fanden 80% der Frauen die Behandlung als akzeptabel; in der Clomifengruppe waren es 94% (p=0.001) und in der Inseminationsgruppe 96% (p<0.001).

 

Konklusion der Autoren: Bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch ohne erkennbare Ursache steigerte eine medizinisch unterstützende Fertilisationsbehandlung (Clomifen oder Inseminationen) die Erfolgsrate im Vergleich zur Empfehlung, es weiterhin auf natürliche Weise zu versuchen, nicht.

 

Link zur Studie

BMJ 2008;337:a716 - Bhattacharya S et al

20.08.2008 - gem

 
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