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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 03. Dezember 2020
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Schwangerschaftskomplikationen nach Behandlung zervikaler Präkanzerosen

Konservative Behandlungsmethoden zervikaler intraepithelialer Neoplasien und frühinvasiver Karzinome werden seit der Einführung von Vorsorgeuntersuchungen häufig durchgeführt. Welchen Einfluss diese Techniken auf spätere Fruchtbarkeit und Schwangerschaft haben, wurde in dieser Metaanalyse untersucht.

Die Autoren suchten in Medline und Embase nach Studien, die eine konservative Behandlungsmethode - Laser-Ablation, Konisation mittels Skalpell, Laser oder Entfernung mit elektrischer Schlinge (large loop excision of the transformation zone, LLETZ) - hinsichtlich Schwangerschaftskomplikationen evaluierten.

 

27 Studien wurden identifiziert.

Die Skalpell-Konisation erhöhte signifikant das Risiko für:

  • Frühgeburten (<37. Schwangerschaftswoche): relatives Risiko (RR) 2.59, 100/704 (14%) vs. 1’494/27'674 (5%)
  • Niedrigeres Geburtsgewicht (<2500 g): RR 2.53, 32/261 (12%) vs. 905/13'229 (7%)
  • Kaiserschnitt: RR 3.17, 31/350 (9%) vs. 22/670 (3%)

Die LLETZ erhöhte signifikant das Risiko für:

  • Frühgeburten: RR 1.70, 156/1’402 (11%) vs. 120/1’739 (7%)
  • Niedrigeres Geburtsgewicht: RR 1.82, 77/996 (8%) vs. 49/1’192 (4%)
  • Frühzeitigen Blasensprung: RR 2.69, 48/905 (5%) vs. 22/1'038 (2%)

Die Laser-Konisation zeigte ähnliche, jedoch nicht so stark ausgeprägte Risikoerhöhungen(Frühgeburten: RR 1.71).

 

Kein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wurden nach Laser Ablation festgestellt.

 

Für schwerere Komplikationen (Aufnahme auf neonatale Intensivstation, perinatale Mortalität) zeigte sich ein Trend Richtung erhöhtes Risiko, jedoch keine signifikante Assoziation.

 

Konklusion der Autoren: Alle konservativen Behandlungsmethoden zur Entfernung abnormer zervikaler Zellen zeigen ein vergleichbar erhöhtes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen. Die neonatale Morbidität scheint durch diese Interventionen nicht beeinflusst zu werden. Diese Information sollte in die Beratung junger Frauen mit leichten Abnormitäten einfliessen.

 

Link zur Studie

Lancet 2006;367:489-498 - M Kyrgiou et al

13.02.2006 - gem

 
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