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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 05. Dezember 2020
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Review: Therapie der schmerzhaften diabetischen Neuropathie

Mit der zunehmenden Diabetesinzidenz steigt auch die Anzahl Patienten mit diabetischer Neuropathie. Eine systematische Review hat evaluiert, welche medikamentösen Therapien die meist recht therapieresistenten Symptome am besten lindern.

Die Autoren haben die Datenbanken Medline, Embase, EMB reviews-AP Journal Club und die Cochrane Library nach randomisierten Doppelblindstudien, welche die Effektivität einer Substanzklasse auf die Symptome einer diabetischen Neuropathie mit der Wirkung von Placebo verglichen, durchsucht. Gescreent wurde nach Studien zu folgenden Wirkstoffklassen: Antikonvulsiva, Antidepressiva, NSAR, Tramadol, Opioide und Ionenkanalblocker. Primärer Endpunkt war die relative Chance, gegenüber Placebo eine mindestens 50%ige Reduktion der Schmerzen zu erreichen. Das Risiko für Nebenwirkungen wurde ebenfalls analysiert.

 

25 Studien erfüllten die Einschlusskriterien und flossen in die Endanalyse ein. Die Odds Ratios für das Erreichen einer mindestens 50%igen Schmerzreduktion betrugen gegenüber Placebo

  • 5.33 für traditionelle Antikonvulsiva
  • 3.25 für Antikonvulsiva der neuen Generation
  • und 22.24 für trizyklische Antidepressiva.

Die Odds Ratios für Nebenwirkungen gegenüber Placebo betrugen

  • 1.51 für traditionelle Antikonvulsiva
  • 2.98 für Antikonvulsiva der neuen Generation
  • und 2.32 für trizyklische Antidepressiva.

Die zu knappe Datenmenge liess keine Aussage über Effektivität und Nebenwirkungen der Opioide und Ionenkanalblocker zu.

 

Konklusion der Autoren: Antidepressiva und Antikonvulsiva werden nach wie vor am häufigsten zur Behandlung der Schmerzen bei diabetischer Neuropathie verwendet. Vor allem die trizyklischen Antidepressiva, aber auch die traditionellen Antikonvulsiva sind zur sofortigen Linderung der Schmerzen besser geeignet als die Antikonvulsiva der neuen Generation. Weitere Studien müssen noch zeigen, ob Opioide oder Ionenkanalblocker allenfalls eine effektive Therapiealternative sind.

 

Link zur Studie

BMJ 2007;335:87 - Wong MC et al

13.07.2007 - dde

 
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