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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 04. Dezember 2020
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Parkinson: Neurostimulation versus alleinige Medikation

Die Neurostimulation des Nucleus subthalamicus verringert beim fortgeschrittenem Parkinson Levodopa-bedingte motorische Komplikationen. Die Autoren dieser Studie verglichen die Neurostimulation plus Medikation mit der medikamentösen Behandlung allein.

156 maximal 75-jährige Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson und schweren motorischen Symptomen wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen und entweder rein medikamentös oder kombiniert mit Medikamenten und Neurostimulation behandelte. Primäre Endpunkte waren Veränderung der Lebensqualität im Parkinson's Disease Questionnaire (PDQ-39) und dem Schweregrad der Symptome ohne Medikation gemessen an der Unified Parkinson's Disease Rating Scale (UPDRS-III) nach 6 Monaten.

 

Im Paarvergleich führte die Neurostimulation nach 6 Monaten verglichen mit der Medikation allein zu einer stärkeren Verbesserung im PDQ-39 (50 von 78 Paaren, P=0.02, mittlere Verbesserung 9.5 Punkte) und im UPDRS-III (55 von 78 Paaren, P<0.001, mittlere Verbesserung 19.6 Punkte). Bei den PDQ-39-Subskalen für Mobilität, Aktivitäten des täglichen Lebens, emotionales Wohlbefinden, Stigma und körperliches Unwohlsein wurde mit der Neurostimulation eine Verbesserung um 24-38% erzielt. Schwere unerwünschte Ereignisse traten unter Neurostimulation häufiger auf als unter alleiniger Medikation (13% vs. 4%, P<0.04), darunter auch tödliche intrazerebrale Blutungen. Insgesamt waren in der Medikationsgruppe allerdings mehr unerwünschte Ereignissen zu verzeichnen (64% vs. 50%, P=0.08).

 

Konklusion der Autoren: Bei Parkinson-Patienten mit schweren motorischen Komplikationen war die Neurostimulation des Nucleus subthalamicus wirksamer als die medikamentöse Behandlung allein.

 

Link zur Studie

NEJM 2006;355:896-908 - Deuschl G et al

31.08.2006 - gem

 
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