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Osteoporose: Frakturrisiko nach Erstfraktur bei Männern und Frauen gleich

Center und Kollegen untersuchten das Langzeitrisiko für das Auftreten einer erneuten Fraktur nach einer ersten Spontanfraktur bei Frauen und Männern mit Osteoporose. Langzeitdaten dazu gibt es bisher wenige. Die Resultate wurden im aktuellen Journal of the American Medical Association publiziert.

In die prospektive Studie wurden 2'245 Frauen und 1'760 Männer der Dubbo Osteoporosis Epidemiology Study-Kohorte eingeschlossen. Der Follow-up der mindestens 60-jährigen Teilnehmer betrug 16 Jahre (Juli 1989 bis April 2005). Primäre Endpunkte waren die Inzidenzen einer ersten Spontanfraktur und einer erneuten Fraktur in Abhängigkeit von Geschlecht, Alter und Zeit zwischen erster und zweiter Fraktur.

 

905 Frauen und 337 Männer erlitten eine erste Spontanfraktur. 253 dieser Frauen und 71 dieser Männer hatten eine erneute Fraktur. Das relative Risiko (RR) für eine erneute Fraktur (verglichen mit dem Risiko einer ersten Fraktur) betrug bei Frauen 1.95 und bei Männern 3.47. Demzufolge war das absolute Risiko für eine erneute Fraktur bei Frauen und Männern gleich und mindestens genau so gross wie das Risiko für eine erste Fraktur bei einer 10 Jahre älteren Frau ohne Osteoporose. In der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen betrug das absolute Risiko für eine erneute Fraktur bei den Frauen 36 pro 1'000 Personenjahre und bei den Männern 37 pro 1'000 Personenjahre. Das absolute Frakturrisiko war für mindestens 10 Jahre erhöht, wobei in dieser Zeit 40 bis 60% der Frauen und Männer, welche eine erste Fraktur überlebten, eine erneute Fraktur erlitten. Mit Ausnahme von Rippenfrakturen bei Männern und Knöchelfrakturen bei Frauen war das relative Risiko für eine erneute Fraktur bei allen Frakturen erhöht, am deutlichsten bei Hüftfrakturen (RR 9.97) und klinischen Wirbelfrakturen (RR 15.12) bei Männern in der jüngeren Altersgruppe. In der Multivarianzanalyse waren Prädiktoren für eine erneute Fraktur bei Frauen: Knochendichte am Femurhals, Alter und Rauchen; und bei Männern: Knochendichte am Femurhals, körperliche Aktivität und Kalzium-Einnahme.

 

Konklusion der Autoren: Nach einer ersten Spontanfraktur ist das absolute Risiko für eine erneute Fraktur bei Männern und Frauen mit Osteoporose gleich hoch. Die Risikoerhöhung besteht praktisch bei allen Frakturen (vor allem bei Hüft- und Wirbelfrakturen) und persistiert für mindestens 10 Jahre.

 

Link zur Studie

JAMA 2007;297:387-394 - Center JR et al

26.01.2007 - gem

 
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