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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 04. Dezember 2020
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Orale Kontrazeptiva und Gesamtmortalität

Studienresultate aus früheren Jahren kamen zum Schluss, dass die Mortalität von Frauen, welche über viele Jahre die Pille eingenommen hatten, etwas erhöht sein könnte. Eine der grössten Studien zu Auswirkungen der langjährigen Verhütung mit oralen Kontrazeptiva hat den Effekt auf die Mortalität aktuell analysiert.

Die prospektive Kohortenstudie startete im Jahr 1968. Teilnehmerinnen waren 46'112 Frauen aus 1400 Grundversorgerpraxen in Grossbritannien. Nach einem Follow-up von bis zu 39 Jahren konnten aktuell 378'000 Jahre bei Frauen ohne Pilleneinnahme und 819'000 Jahre bei Frauen unter oralen Kontrazeptiva zu irgendeiner Zeit analysiert werden. Endpunkte waren krankheitsspezifische Sterblichkeit und Gesamtmortalität.

 

Insgesamt registrierten die Studienautoren 4511 Todesfälle. Frauen, welche zu irgendeiner Zeit die Pille einnahmen, hatten eine um 12% geringere Gesamtmortalität gegenüber Frauen, welche nie orale Kontrazeptiva verwendet hatten (RR 0.88). Für folgende Todesursachen war die Mortalität bei Frauen mit oralen Kontrazeptiva signifikant niedriger:

  • Krebs (Kolon, Rektum, Uterus, Ovarien und gynäkologische Malignome insgesamt)
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen insgesamt und spezifisch für KHK

Eine Assoziation zwischen der Dauer einer oralen Kontrazeption und der Mortalität war nicht nachweisbar. Ein erhöhtes relatives Todesrisiko zeigte sich lediglich für unter 45-jährige Frauen, welche die Pille 5-9 Jahre zuvor abgesetzt hatten. Nach einem längeren pillenfreien Intervall war die Gesamtmortalität nicht mehr erhöht.

 

Konklusion der Autoren: Die Langzeit-Mortalität von Frauen, welche mit der Pille verhüten oder verhütet hatten, ist nicht höher als von Frauen, welche nie die Pille einnahmen; das Todesrisiko scheint sogar etwas geringer zu sein.

 

Link zur Studie

BMJ 2010;340:c927 - Hannaford PC et al

26.03.2010 - dde

 
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