Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 04. Dezember 2020
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Orale Kontrazeptiva gegen Dysmenorrhoe bei Adoleszenten

Über dysmenorrhoische Beschwerden berichten zirka 60-70% der weiblichen Jugendlichen. Wegen Schamgefühlen wird dieses Problem häufig nicht angesprochen und somit auch nicht behandelt. Eine kleine US-Studie hat den Effekt von oralen Kontrazeptiva auf die Menstruationsbeschwerden untersucht.

76 gesunde, maximal 19-jährige Adoleszente mit moderater oder schwerer Dysmenorrhoe wurden in die randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie eingeschlossen. Entweder erhielten Sie während 3 Monaten ein niedrig dosiertes orales Kontrazeptivum (20 µg Ethinylestradiol und 100 µg Levonorgestrel) oder Placebo, zusätzlich die sonst eingenommenen Schmerzmittel bei Bedarf. Primärer Endpunkt war das Score im Moos Menstrual Distress Questionnaire (MMDQ), einem standardisierten Schmerzfragebogen, im dritten Menstruationszyklus unter Therapie. Sekundäre Endpunkte waren Schmerzstärke (1 bis 10), Schmerztage und -stunden, Tage mit starken Schmerzen und Schmerzmedikation.

 

Das mittlere MMDQ-Score betrug unter dem Kontrazeptivum 3.1, unter Placebo 5.8 (p=0.004). Der schlimmste Schmerz auf der Skala zwischen 1 und 10 lag in der Kontrazeptivagruppe durchschnittlich bei 3.7, in der Placebogruppe bei 5.4 (p=0.02). Unter oralen Kontrazeptiva wurden signifikant weniger Schmerzmittel eingenommen (1.3 versus 3.7 Tabletten unter Placebo, p=0.05). Die Unterschiede bei den restlichen sekundären Endpunkten sprachen alle für die oralen Kontrazeptiva, erreichten jedoch keine statistische Signifikanz.

 

Konklusion der Autoren: Die Verschreibung eines niedrig dosierten oralen Kontrazeptivums kann bei adoleszenten Mädchen zu einer signifikanten Reduktion der Beschwerden führen.

 

Link zur Studie

Obstetrics & Gynecology 2005;106:97-104 - A. R. Davis et al

03.08.2005 - dde

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Abonnieren Sie den Tellmed-Newsletter

Anmelden >>

Fachbereiche
Gynäkologie

Artikel zum Thema
medline Related Articles

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1