Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 03. Dezember 2020
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Orale Kontrazeptiva: Unterschiede im Thromboserisiko

Eine dänische Kohortenstudie untersuchte verschiedene kombinierte orale Kontrazeptiva hinsichtlich des Risikos für venöse Thrombosen in Abhängigkeit von der Art des Gestagens und der Estrogendosis.

Für die Studie wurden Daten von über einer Million Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren aus vier dänischen Registern ausgewertet. Primärer Studienendpunkt war das absolute und relative Risiko für eine erste venöse Thromboembolie.

 

Während der Beobachtungszeit von 2001 bis 2009 traten insgesamt 4'246 erstmalige Thromboembolien auf, wovon 2'847 (67%) als gesichert galten. Im Vergleich zu Frauen, die keine Kontrazeptiva einnahmen, wurde bei Frauen mit Levonoregestrel-haltigen Präparaten ein um den Faktor 2.9 erhöhtes Thromboembolierisiko ermittelt. Eine sogar mehr als sechsfache Risikoerhöhung ergab sich bei den neueren Präparaten mit den Gestagenen Gestoden (Faktor 6.2), Drospirenon (Faktor 6.4) oder Desogestrel (Faktor 6.6). Bei gleicher Estrogendosis (30-40 µg Ethinylestradiol) und adjustierter Anwendungsdauer war das venöse Thromboembolierisiko bei Desogestrel um den Faktor 2.2, bei Drospirenon um den Faktor 2.1 und bei Gestoden ebenfalls um den Faktor 2.1 höher als unter Levonogestrel. Das absolute Risiko lag bei 10 pro 10'000 Personenjahren. Ausgehend von diesen Ergebnissen müssten 2'000 Frauen von den neueren Präparaten auf Levonoregestrel-haltige Präparate wechseln, um eine venöse Thromboembolie pro Jahr zu verhindern. Bei Anwenderinnen einer Hormonspirale oder der Minipille (nur Progesteron) war das Thromboserisiko nicht erhöht.

 

Konklusion der Autoren: Im Vergleich zu Levonorgestrel-haltigen Präparaten ist bei den neueren Präparaten mit den Gestagenen Desogestrel, Gestoden oder Drospirenon das Risiko für venöse Thromboembolien bei gleicher Anwendungsdauer mindestens doppelt so hoch.

 

Link zur Studie 

BMJ 2011; 343:d6423 - Lidegaard Ø et al.

31.10.2011 - gem

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Abonnieren Sie den Tellmed-Newsletter

Anmelden >>

Fachbereiche
Gynäkologie
Kardiovaskuläre Erkrankungen

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1