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Menopause: Frühe HET senkt kardiovaskuläres Risiko

Aufgrund der grossen WHI-Studie (Women’s Health Initiative) wurden die Empfehlungen der Fachgesellschaften zur damals weit verbreiteten Hormonersatztherapie (HET) abgeändert. Eine aktuelle Studie im BMJ zeigt nun ein gegenteiliges Ergebnis und könnte dazu führen, dass die HET - zumindest bei Frauen, deren Menopause erst kürzlich einsetzte - eine Rennaisance erfährt.

An der in Dänemark durchgeführten Studie nahmen 1006 postmenopausale Frauen im Alter unter 60 Jahren teil (im Schnitt 50-jährig), von denen 504 eine HET (triphasisches Estrogen-Gestagen-Präparat bei Frauen mit erhaltenem Uterus, Estrogen allein bei Frauen nach Hysterektomie) und 502 Frauen keine HET erhielten. Bei allen Frauen hatte die Menopause erst kürzlich eingesetzt. Nach durchschnittlich 11 Jahren wurde die Behandlung aufgrund der Ergebnisse der WHI-Studie abgebrochen. Die Frauen wurden aber für weitere 5 Jahre nachbeobachtet. Der kombinierte primäre Endpunkt umfasste Tod, Spitalseinweisungen wegen Herzinsuffizienz oder Myokardinfarkt.

 

Bis zum Zeitpunkt des Abbruchs hatten in der HET-Gruppe signifikant weniger Frauen ein primäres Endpunktereignis erlitten gegenüber der Kontrollgruppe (16 vs. 33 Ereignisse, HR 0.48, p=0.015). Zu diesem Zeitpunkt waren 15 Frauen unter HET gegenüber 26 im Kontrollarm verstorben (HR 0.57, p=0.084). Bei den mit Hormonen behandelten Frauen  zeigte sich zudem eine tendentiell niedrigere Krebsrate (36 vs. 39 Fälle, HR 0.92, p=0.71), v.a. war die Brustkrebsrate nicht erhöht (10 vs. 17 Fälle, HR 0.58, p=0.17). Ebenso ergaben sich kaum Unterschiede zwischen der HET- und Kontrollgruppe hinsichtlich dem Auftreten von Venenthrombosen (2 vs. 1 Fall im Kontrollarm, HR 2.01) oder Schlaganfällen (11 vs. 14 Fälle, HR 0.77). Auch in den weiteren 5 Jahren nach Abbruch änderte sich das Ergebnis nicht.

 

Konklusion der Autoren: Die zehnjährige HET senkte bei postmenopausalen Frauen unter 60 Jahren die Raten für Todesfälle und Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt), ohne dass es zum Anstieg von Krebserkrankungen, venöser Thromboembolien oder Schlaganfällen kam.

 

Link zur Studie

BMJ 2012;345:e6409 - Schierbeck LL et al.

16.10.2012 - gem

 
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