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Kombinierte Behandlung zur Migräne-Prävention

Optionen zur Behandlung der Migräne sind die Akutbehandlung der Attacke, die präventive Medikation und die Verhaltenstherapie. Holroyd und Kollegen haben in ihrer Studie untersucht, wie effektiv die präventiven Massnahmen (Betablocker und Verhaltensänderung) bei optimal akut behandelten Migränepatienten sind.

Zwischen 2001 und 2005 nahmen 232 erwachsene Patienten mit einer Migränediagnose gemäss Kriterien der International Headache Society an der randomisierten Studie teil. Einschlusskriterium war eine Migränefrequenz von mindestens 3 Attacken pro Monat (mit oder ohne Aura). Die Randomisierung erfolgte in 4 Gruppen: Betablocker, Placebo, Verhaltenstherapie plus Placebo und Verhaltenstherapie plus Betablocker. Gleichzeitig wurde die Akuttherapie der Migräne optimiert. Primärer Endpunkt war die Veränderung der Anzahl Migräneattacken pro Monat. Der Follow up betrug 16 Monate.

 

Die durchschnittliche Anzahl Migräneattacken pro Monat betrug bei Studieneinschluss 5.5 pro 30 Tage. Gegenüber der alleinigen Optimierung der Akutbehandlung (-2.2 Episoden) führte die kombinierte Therapie mit Verhaltensänderung und Betablocker innerhalb von 10 Monaten zu einer signifikant stärkeren Reduktion der Migräneattacken pro 30 Tage (-3.3 Episoden). Betablocker oder Verhaltenstherapie alleine waren nicht effektiver als die Optimierung der Akutbehandlung. Die NNT, um bei einem Patienten eine mindestens 50%ige Reduktion der Migräneattacken zu erreichen, betrug für die Kombination Betablocker + Verhaltenstherapie 3. Die Resultate nach 16 Monaten waren vergleichbar mit denen nach 10 Monaten.

 

Konklusion der Autoren: Die präventive, kombinierte Intervention mit Betablocker und Verhaltenstherapie führt zusätzlich zum Effekt durch die Optimierung der Akutbehandlung zu einer Reduktion der Migränefrequenz.

 

Link zur Studie

BMJ 2010;341:c4871 - Holroyd KA et al

12.10.2010 - dde

 
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