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Kardiovaskuläre Ereignisse unter Kalziumsubstitution bei Frauen

Gemäss neusten Publikationen besteht bei vielen älteren Frauen ein Mangel an Kalzium und Vitamin D, der mittels Substitution angegangen werden kann. Die Autoren einer im BMJ publizierten, randomisierten Studie haben untersucht, wie sich die Kalziumeinnahme auf das kardiovaskuläre Risiko auswirkt.

1'471 postmenopausale Frauen aus Neuseeland nahmen an der randomisierten, placebokontrollierten Studie teil. Schwere Erkrankungen oder eine Osteoporosebehandlung sowie die Einnahme von Kalzium waren Ausschlusskriterien. 732 Frauen erhielten täglich 1 g Kalzium, 739 Placebo. Endpunkte waren Tod, plötzlicher Herztod, Myokardinfarkt, Angina pectoris, Hirnschlag, TIA sowie die Kombination von entweder Myokardinfarkt, Hirnschlag oder plötzlichem Herztod.

 

In der Kalziumgruppe traten signifikant mehr Myokardinfarkte auf als in der Placebogruppe (45 Ereignisse bei 31 Frauen vs. 19 Ereignisse bei 14 Frauen, p=0.01). Auch bei der Betrachtung des kombinierten Endpunktes Myokardinfarkt, Hirnschlag oder plötzlicher Herztod zeigte sich ein hoch signifikant erhöhtes kardiovaskuläres Risiko in der Kalziumgruppe (101 Ereignisse bei 69 Frauen vs. 54 Ereignisse bei 42 Frauen, p=0.008). In einer zweiten Analyse wurden aus einer nationalen Datenbank zusätzlich sämtliche nicht berücksichtigten kardiovaskulären Ereignisse bei den Studienteilnehmern mit einbezogen: die Ergebnisse blieben - zu Ungunsten der Kalziumsubstitution - statistisch marginal signifikant (p=0.05).

 

Konklusion der Autoren: Die Kalziumsubstitution war in dieser randomisierten Studie mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. In Anbetracht der Häufigkeit der Intervention ist die Bestätigung respektive Widerlegung dieser Resultate von grösster Wichtigkeit zur Beurteilung der Sicherheit von Kalziumverschreibungen zur Frakturprophylaxe.

 

Link zur Studie

BMJ 2008;336:262-266 - Bolland MJ et al

05.02.2008 - dde

 
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