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Harninkontinenz bei Frauen: Nicht-chirurgische Therapien

Konservatives Management ist die primäre Therapie der Wahl in der Behandlung der weiblichen Harninkontinenz. Welche nicht-chirurgischen Methoden sich dazu am besten eignen, wurde in einer aktuell in den Annals of Internal Medicine publizierten systematischen Review untersucht.

In Medline, Cinahl und Cochrane Library wurde nach englischsprachigen Studien gesucht (1990 bis Mai 2007), welche nicht-chirurgische Behandlungen der weiblichen Harninkontinenz evaluierten. In standardisierter Form wurden Daten aus 96 randomisierten Studien und 3 systematischen Reviews, welche die Einschlusskriterien erfüllten, entnommen.

 

Beckenbodenmuskeltraining und Blasentraining in Kombination waren zur Behebung der Inkontinenz geeignet (Risikodifferenz 1.13 verglichen mit herkömmlichen Methoden). Auch Beckenbodentraining allein behob oder verbesserte zumindest die Inkontienz, die Effektgrösse variierte jedoch von Studie zu Studie. Submuköse Injektionen von „bulking agents“ und Einbringung von Implantaten zeigten ähnliche Kontinenz- und Verbesserungsraten. Elektrostimulationen waren zur Inkontinenzbehebung ungeeignet. Orale Hormone erhöhten - verglichen mit Placebo - in den meisten kontrollierten Studien die Inkontinenzraten (1'243 Frauen). Transdermal oder vaginal appliziertes Oestrogen zeigte uneinheitliche Resultate zur Inkontinenzverbesserung. Adrenerge Wirkstoffe zeigten keine Wirkung. Oxybutynin oder Tolterodin waren zur Behebung der Inkontinenz geeignet, mit vergleichbarer Wirkung (Risikodifferenz 0.18 verglichen mit Placebo). Duloxetin verbesserte die Inkontinenz (Risikodifferenz 0.11 gegenüber Placebo), behob sie aber nicht.

 

Konklusion der Autoren: Zur Behebung einer Harninkontinenz bei Frauen eignen sich Beckenbodenmuskeltraining und Blasentraining (mittelgradige Evidenz) sowie anticholinerge Wirkstoffe wie Oxybutynin oder Tolterodin. Mit Duloxetin wurde die Harninkontinenz verbessert, aber nicht behoben. Keine einheitlichen Resultate zeigten die Elektrostimulation, Implantate, injizierbare „bulking agents“ oder lokales Oestrogen.

 

Link zur Studie

Ann Intern Med 2008; Early Online Release am 12. Februar - Shamliyan TA et al

20.02.2008 - gem

 
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