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Genistein bei postmenopausaler Osteoporose

Genistein ist ein Phytoestrogen, dass in mehreren Beobachtungsstudien und kleineren Studien einen positiven Effekt auf die Knochendichte zeigte. Marini und Kollegen untersuchten nun randomisert und placebokontrolliert dessen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel bei postmenopausalen Frauen mit Osteoporose.

389 postmenopausale, osteoporotische Frauen (Knochendichte am Schenkelhals < 0.795 g/cm2), die sonst gesund waren, wurden in die randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Multizenterstudie eingeschlossen. Nach einer 4-wöchigen Stabilisationsphase mit einer fettreduzierten Diät und geringem Sojaanteil, erhielten die Teilnehmerinnen für ein Jahr entweder Genistein (54 mg täglich, n=198) oder Placebo plus Calcium und Vitamin D in beiden Gruppen. Primärer Endpunkt war die Knochendichte nach 24 Monaten. Weitere Endpunkte waren verschiedene Knochenstoffwechselparameter im Blut und Harn, Endometriumdicke und Nebenwirkungen.

 

Während der 1-jährigen Behandlung nahm die Knochendichte in der Genisteingruppe zu und in der Placebogruppe ab (Lendenwirbelsäule: plus 0.049 g/cm2 vs. minus 0.053 g/cm2, P < 0.001; Schenkelhals: 0.035 g/cm2 vs. minus 0.037 g/cm2, p<0.001). Im Vergleich zu Placebo führte die Genistein-Behandlung zu einer signifikanten Reduktion der Pyridinolin- und Deoxypyridinolin-Ausscheidung im Harn und zur Erhöhung der Alkalinphosphatase und des IGF-1 (Insulin-like growth factor I). Genistein hatte keinen Einfluss auf die Endometriumdicke. In der Genisteingruppe wurden mehr gastrointestinale Nebenwirkungen verzeichnet (19% vs. 8%, p=0.002) und auch mehr Studienabbrüche.

 

Studienlimite: Daten zum Auftreten von Knochenbrüchen liegen keine vor.

 

Konklusion der Autoren: Eine 24-monatige Behandlung mit Genistein hatte eine positive Wirkung auf die Knochendichte bei postmenopausalen osteoporotischen Frauen.

 

Link zur Studie

Ann Intern Med 2007;146:839-847 - Marini H et al

20.06.2007 - gem

 
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