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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 01. Dezember 2020
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Ein Fragezeichen hinter die routinemässige Kalziumeinnahme

Zur Prävention der Osteoporose werden von Frauen über 50 häufig Kalziumpräparate eingenommen. Eine im BMJ publizierte Metaanalyse zeigt nun aber, dass die regelmässige Kalziumsupplementation mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko einhergeht.

Medline, Embase, Cochrane Library, Referenzlisten und zwei Studienregister wurden nach Publikationen durchsucht, welche den Effekt der minimal einjährigen Kalziumsupplementation bei mindestens 100 Personen untersuchten. Für die Metaanalyse qualifizierten lediglich randomisierte, placebokontrollierte Studien. Untersuchungen zur Einnahme von Kalzium und Vitamin D wurden von der Metaanalyse ausgeschlossen. Primärer Endpunkt der Metaanalyse war das Auftreten kardiovaskulärer Ereignisse.

 

5 Studien mit 8151 Teilnehmern, von welchen individuelle Daten zu kardiovaskulären Outcomes vorlagen, und 11 Studien mit 11'921 Personen, für welche Daten zu kardiovskulären Ereignissen auf Studienebene vorlagen, erfüllten die Einschlusskriterien. Der mittlere Follow-up lag zwischen 3.6 und 4.0 Jahren. Für beide Studienpopulationen war das Risiko für einen Myokardinfarkt unter Kalzium signifikant höher als unter Placebo (HR 1.31 [p=0.035] für Personen mit individuellen Daten und 1.27 [p=0.038] für Personen mit Daten auf Studienebene). Nicht signifikant war die Zunahme der Risiken für Hirnschlag (HR 1.20) und Tod (HR 1.09).

 

Konklusion der Autoren: Die Einnahme von Kalziumpräparaten (ohne Vitamin D) geht mit einem erhöhten Risiko für Myokardinfarkte einher. Die Empfehlungen zur Einnahme von Kalzium zur Prävention und Therapie der Osteoporose müssen neu überdacht werden, fordern die Studienautoren.

 

Link zur Studie

BMJ 2010;341:c3691 - Bolland MJ et al

18.08.2010 - dde

 
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