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Depression: Hohes Risiko bei Assistenzärzten

Rund ein Drittel der Assistenzärzte leidet während der Ausbildungszeit an Depressionen oder depressiven Symptomen - mit steigender Tendenz. So die Resultate einer im JAMA publizierten Metaanalyse von Studien der letzten 50 Jahre.

Die systematische Literatursuche in EMBASE, ERIC, MEDLINE und PsycINFO ergab insgesamt 54 Studien mit total 17'560 Teilnehmern (31 Querschnittsstudien mit 9'442 Teilnehmern und 23 Längsschnittsstudien mit 8'113 Teilnehmern), die die Prävalenz von Depressionen oder depressiven Symptomen bei Assistenzärzten anhand von validierten Methoden untersucht hatten. Bei 51 dieser Studien waren validierte Fragebögen zur Selbsauskunft und bei 3 Studien strukturierte Interviews angewandt worden. Die zwischen 1963 und 2015 publizierten Studien waren alle peer-reviewed.

 

Die gepoolte Gesamtprävalenz für Depressionen oder depressive Symptome betrug 28.8% (4’969/17'560), wobei sich grosse Unterschiede zwischen den Studien zeigten (p<0.001): Die geschätzte Prävalenz variierte je nach angewandter Messmethode zwischen 20.9% (741/3'577) im 9-item Patient Health Questionnaire (PHQ-9, Depressionsmodul des Gesundheitsfragebogens für Patienten) und 43.2% (1'349/2'891) im 2-item Primary Care Evaluation of Mental Disorders (PRIME-MD). Depressive Störungen sind offenbar ein zunehmendes Problem bei Assistenzärzten: Über den Studienzeitraum von gut 50 Jahren hat die Erkrankungshäufigkeit um 0.5% pro Kalenderjahr zugenommen. Darüberhinaus ergab eine zweite Analyse von 7 Längsschnittsstudien eine mittlere absolute Zunahme depressiver Störungen um 15.8% zu Beginn der Assistenzzeit mit einem relativen Risiko von 4.5. Die jeweiligen Resultate waren dabei unabhängig vom Studiendesign (Querschnitts- oder Längsschnittsstudie), der Ausbildungsstufe der Assistenzärzte (1. Ausbildungsjahr oder weiter fortgeschritten) oder der Fachrichtung (chirurgisch oder nicht-chirurgisch).

 

Fazit der Autoren: In Anbetracht der hohen Prävalenz depressiver Störungen bei Assistenzärzten (zwischen 21 und 43% je nach Untersuchungsmethode) und der kontinuierlichen Zunahme der Erkrankungshäufigkeit über die letzten 50 Jahre hinweg, müssen effektive Präventions- und Therapiemassnahmen entwickelt werden – dazu braucht es weitere Studien.

 

Link zur Studie

JAMA. 2015;314(22):2373-2383 - Mata DA et al.

12.12.2015 - undefined

 
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