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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 26. Mai 2020
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Das rote Auge: Empfehlungen zum Management in der Grundversorgung

Ein rotes Auge ist Zeichen einer Entzündung. Die Ursache ist häufig benigne und die Therapie kann in der Hausarztpraxis erfolgen. Im American Family Physician wurden aktuell Empfehlungen für das Management von Patienten mit rotem Auge in der Grundversorgung publiziert.

Aufgrund einer Review der aktuellen Literatur zum Thema geben die Autoren folgende Empfehlungen zu Diagnose und Therapie: Wichtige diagnostische Kriterien sind Dauer der Symptome, unilaterale oder bilaterale Betroffenheit, Ausfluss, Visusveränderungen, Schmerzstärke, Photophobie, Ansprechen auf bisherige Massnahmen, Tragen von Kontaktlinsen, Juckreiz und Anamnese von Allergien und Systemerkrankungen. Der häufigste Grund für ein rotes Auge ist die virale Konjunktivitis (im Vergleich zur allergischen Konjunktivitis eher geringer Juckreiz).

 

Hauptsächliche therapeutische Empfehlungen:

  • Sorgfältige Händedesinfektion und sonstige Hygienemassnahmen des Patienten (und Arztes) sind zur Prophylaxe der Konjunktivitis-Transmission ausschlaggebend.
  • Die unkomplizierte virale Konjunktivitis heilt in der Regel innerhalb 1 Woche ab. Unterstützend wirken kalte Kompressen und physiologische Tränenflüssigkeit.
  • Zur Behandlung der bakteriellen Konjunktivitis (mukopurulenter Ausfluss und verklebte Augen nach Aufwachen) sind antibiotische Augentropfen das Mittel der Wahl; Unterschiede in der Heilungsrate bestehen zwischen den verschiedenen Präparaten kaum.
  • Ein OTC-Antihistaminikum/Vasokonstriktor oder – als effektivere Alternative – ein topischer Histamin H1-Rezeptorantagonist kann die Beschwerden bei milder allergischer Konjunktivitis (kontinuierlicher wässriger Ausfluss mit relativ starkem Juckreiz) lindern.
  • Für das trockene Auge (intermittierender Ausfluss, allenfalls Fremdkörpergefühl) sind topische Kortikosteroide, topisches Cyclosporin oder systemische Omega-3-Fettsäuren Behandlungsoptionen.
  • Bei chronischer Blepharitis mit ungenügendem Ansprechen auf Lidhygiene und topische Antibiotika können orale Tetrazykline oder Doxyzyklin angewendet werden.

Eine Überweisung an den Ophthalmologen ist in folgenden Situationen angezeigt:

  • Kein Therapieansprechen nach 7-10 Tagen
  • Starke Schmerzen
  • Einsatz von topischen Kortikosteroiden
  • Visusverlust
  • Massenhaft Ausfluss
  • Involvierung der Kornea
  • Augenverletzungen oder Status nach Operation
  • Entstellte Pupille
  • Herpesinfektion oder rezidivierende Infektionen

 

Link zur Studie

Am Fam Physician 2010;81:137-144 - Cronau H et al

22.01.2010 - dde

 
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