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Chronische Schmerzen bei Gürtelrose durch epidurale Injektionen nicht reduziert

Chronische Schmerzen sind die häufigste Komplikation bei Herpes Zoster. Die Behandlung dieser neuropathischen Schmerzen ist schwierig und oft unbefriedigend. Die Wirksamkeit einer einzelnen epiduralen Injektion von Steroiden plus lokalen Anästhetika zur Prävention von posthepatischen Neuralgien wurde in dieser Studie untersucht.

598 über 50-jährige Patienten mit einer akuten Gürtelrose (Beginn nicht länger als 1 Woche, unterhalb Dermatom C6) wurden entweder mit Standard-Therapie (orale Virostatika und Schmerzmittel) oder mit der Standard-Therapie in Kombination mit einer epiduralen Injektion von Steroiden (Methylprednisolon 80 mg) und Lokalanästhetika (Bupivacain 10 mg) behandelt. Primärer Endpunkt war die Anzahl Patienten mit Zosterschmerzen nach einem Monat. Die Auswertung erfolgte nach dem intention to treat Prinzip.

 

Die Anzahl Patienten mit Gürtelrose-assoziierten Schmerzen in der Epiduralgruppe versus Kontrollgruppe betrug:

  • Nach 1 Monat: 137 (48%) vs. 164 (58%); Relatives Risiko: 0.83, p=0.02
  • Nach 3 Monaten: 58 (21%) vs. 63 (24%); RR: 0.89, p=0.47
  • Nach 6 Monaten: 39 (15%) vs. 44 (17%); RR: 0.85, p=0.43

In keiner der Subgruppen wich das relative Risiko für Schmerzen nach einem Monat wesentlich von der Gesamtschätzung ab. Die Epiduralinjektion war mit keinen schweren Nebenwirkungen verbunden.

 

Konklusion der Autoren: Eine epidurale Injektion von Steroiden (Methylprednisolon) plus lokalen Anästhetika (Bupivacain) in der akuten Phase der Gürtelrose hat nur eine geringe Wirkung auf die Gürtelrose-assoziierten Schmerzen nach einem Monat. Diese Behandlung ist zur Prävention von chronischen Schmerzen bei Gürtelrose nicht wirksam.

 

Link zur Studie

Lancet 2006;367:219-222 - Albert JM van Wijck

20.01.2006 - gem

 
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