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Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 03. Dezember 2020
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BENEFIT: frühe versus späte Gabe von Interferon bei MS nach erstem Schub

Einige Studien zeigten gute Resultate bei der frühen Behandlung mit Interferon beta-1b bei Patienten mit Verdacht auf Multiple Sklerose nach einem ersten Schub. Im Lancet wurden nun die 3-Jahresdaten von BENEFIT (BEtaferon in Newly Emerging multiple sclerosis For Initial Treatment) publiziert.

468 Patienten mit Verdacht auf MS nach einem ersten klinischen Schub und mindestens zwei MS-typischen Herden im Hirn-MRI wurden in einem ersten placebokontrollierten Teil von BENEFIT entweder entweder mit Interferon beta-1b (250 µg subcutan an jedem 2. Tag) oder mit Placebo behandelt - solange bis sich die MS in einem zweiten Schub bestätigte oder ein Follow-up von 2 Jahren erreicht wurde. Nach 2 Jahren wurde den Patienten angeboten, an der geplanten Follow-up Studie (open-lable Phase) mit Interferon beta-1b teilzunehmen. Es wurde die Wirksamkeit der frühen Interferon-Behandlung mit der später einsetzenden Therapie (Patienten mit Placebo im ersten Teil) über einen Zeitraum von drei Jahren verglichen. Primäre Endpunkte waren die Zeit bis zum zweiten Schub und somit zur klinisch gesicherten MS, die Zeit bis zum Fortschreiten bleibender Behinderungen gemessen am EDSS (Expanded Disability Status Score) und die vom Patienten selbt eingeschätzte Funktion (FAMS-TOI).

 

418 der 468 Patienten der ersten Studienphase traten nach 2 Jahren in die open-lable Phase ein; 392 (84%) beendeten den 3 jährigen Follow up. Nach 3 Jahren entwickelten 99 Patienten (37%) der frühzeitig mit Interferon behandelten Patienten eine klinisch gesicherte MS gegenüber 85 (51%) mit später einsetzender Interferontherapie (Risikoreduktion um 41%, p=0.0011, absolute Risikoreduktion 14% vs. verzögerte Therapie). Nach 3 Jahren zeigten 42 Patienten (16%) mit früher Interferongabe gegenüber 40 (24%) mit später Interferongabe eine Verschlechterung im EDSS Score. Das Risiko für bleibende neurologische Behinderungen (gemessen am EDSS) wurde durch die frühere Therapie gegenüber der späten Therapie um 40% gesenkt (p=0.022, absolute Risikoreduktion 8%). Der FAMS-TOI Score war in beiden Gruppen gleich hoch und stabil (p=0.31).

 

Konklusion der Autoren: Die frühe Gabe von Interferon beta-1b ist zur Behandlung bei Verdacht auf MS nach einem ersten Schub wirksam und kann bleibende neurologische Behinderungen verhindern. 

Lancet 2007;370:389-397 - Kappos L et al for the BENEFIT Study Group

03.08.2007 - gem

 
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