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Angst nach falsch positiver Mammographie hält sich in Grenzen

Falsch positive Befunde sind keine Seltenheit beim Mammographie-Screening. Eine Studie im JAMA untersuchte die Auswirkungen solcher Fehldiagnosen auf das psychische und gesundheitliche Befinden der betroffenen Frauen.

Für die Untersuchung wurden Frauen aus der DMIST-Studie (The Digital Mammographic Imaging Screening Trial) mit negativen und falsch positiven Befunden mittels Telefoninterview kurz nach der Untersuchung und ein Jahr später zu ihrer psychischen und gesundheitlichen Befindlichkeit befragt. Die untersuchten Messgrössen umfassten Angst (STAI-6), selbst eingeschätzter  Gesundheitszustand (EuroQol EQ-5D) und die Bereitschaft an zukünftigen Screenings teilzunehmen und dafür auch eine längere Reise in Kauf zu nehmen, falls sich dadurch ein falsch positives Ergebnis deutlich verhindern liesse (hypothetisch bessere Messtechnik).

 

Von insgesamt 1450 Frauen nahmen 1028 an beiden Telefonbefragungen teil. Frauen mit falsch positivem Befund berichteten im Vergleich zu Frauen mit negativem Befund über grössere Angst (STAI-6: 35.2 vs. 32.7). Auf den selbst eingeschätzten Gesundheitszustand hatte dies aber keinen messbaren Einfluss (kein Unterschied im EuroQol EQ-5D nach einem Jahr). Deutlich mehr Frauen in der falsch positiven Gruppe gaben an, dass sie an zukünftigen Mammographie-Screenings teilnehmen würden (25.7% vs. 14.2%); die Bereitschaft dazu war mehr als doppelt so gross wie bei Frauen mit negativem Ergebnis (OR = 2,12). Eine längere Fahrt oder sogar eine Übernachtung würden dafür aber nicht in Kauf genommen (9.9% in der falsch positiven Gruppe vs 10.5% in der negativen Gruppe). Frauen, die jedoch eine grössere Angst vor einem zukünftigen erneuten falsch positiven Resultat hatten, zeigten sehr wohl eine höhere Bereitschaft für eine längere Fahrt mit Übernachtung, falls sich dadurch ein falsch positives Ergebnis vermeiden liesse (OR = 1.94). 

 

Konklusion der Autoren: Ein falsch-positiver Befund führte zu einer deutlichen, aber nur vorübergehenden Zunahme der Angst. Das allgemeine Gesundheitsempfinden wurde dadurch nicht messbar beeinträchtigt. Die Bereitschaft für zukünftige Screenings war nach falsch positiven Befunden generell höher, eine längere Anreise würde dafür aber nicht in Kauf genommen, wenn sich dadurch ein falsch positives Ergebnis eher verhindern liesse.

 

Link zur Studie 

JAMA Intern Med. 2014;174(6):954-961 - Tosteson AN et al.

06.06.2014 - gem

 
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