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Alzheimer: Donepezil bremst weiteren Abfall auch bei fortgeschrittener Demenz

Ob der Cholinesterasehemmer Donepezil, der derzeit nur bei leichten bis mittelschweren Alzheimerdemenzen zugelassen ist, auch bei fortgeschrittener Demenz den weiteren Abfall bremst, ist unklar. Die DOMINO-Studie prüfte vier verschiedene Strategien - u.a. den Wechsel auf den NMDA-Rezeptor-Antagonisten Memantin oder die Kombination beider Wirkstoffe.

An der DOMINO-Studie (Donepezil and Memantine in Moderate to Severe Alzheimer's Disease) nahmen 298 Patienten mit mittelschweren bis schweren Alzheimerdemenzen teil. Alle Teilnehmer waren seit mindestens drei Monaten mit Donepezil behandelt worden und erreichten zu Studienbeginn noch 5 bis 13 Punkte im 30 Punkte umfassenden Mini-Mental-Status-Test (MMST). Die Patienten erhielten eine von vier Strategien: Zwei Gruppen setzten die Therapie mit Donepezil fort und erhielten entweder zusätzlich Memantin oder Placebo. Die dritte Gruppe setzte Donepezil ab und begann eine Monotherapie mit Memantin. Die vierte Gruppe setzte Donepezil ebenfalls ab und erhielt nur Placebo. Endpunkte waren die Veränderungen im MMST und bei den Aktivitäten des täglichen Lebens gemäss Bristol Activities Daily Living Scale (BADLS), die von 0 bis 60 Punkte reicht, wobei höhere Werte eine schlechtere funktionelle Alltagsaktivität anzeigen. Die Behandlungsdauer betrug 52 Wochen. Als Grenzwerte für eine klinisch relevanten Unterschied galten 1.4 Punkte im MMST und 3.5 Punkte im BADLS.

 

Erwartungsgemäss kam es in allen vier Gruppen zu einem Fortschreiten der Demenz. Allerdings schnitten die Teilnehmer, die weiterhin Donepezil einnahmen in beiden Skalen besser ab als jene, die Donepezil abgesetzt hatten. Der Unterschied lag im Schnitt bei 1.9 Punkten im MMST respektive bei 3 Punkten im BADLS (p<0.001 für beide Vergleiche). Auch der Wechsel auf Memantin bremste - wenn auch weniger deutlich als bei Donepezil - den Abfall im Vergleich zu Placebo (im Schnitt 1.2 Punkte im MMST (p<0.001) und 1.5 Punkte im BADLS, p=0.02). Die Kombination beider Wirkstoffe führte zu keinem besseren Resultat als Donezepil-Monotherapie.

 

Konklusion der Autoren: Bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Alzheimerdemenzen verlangsamte die fortgesetzte Behandlung mit Donepezil das weitere Fortschreiten der Demenz in einem klinisch relevanten Ausmass.

 

Link zur Studie

N Engl J Med 2012;366:893-903 - Howard R et al.

08.03.2012 - gem

 
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