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Adenoidektomie bei Kleinkindern mit rezidivierenden Otitiden nicht indiziert

Die Adenoidektomie scheint bei einigen über 4jährigen Kindern mit rezidivierender Otitis media und permanenter Effusion einen Benefit zu bringen. Ob diese präventive Therapie auch bei Kindern unter 2 Jahren, welche das höchste Risiko für immer wiederkehrende Otitiden haben, angebracht ist haben finnische ORL-Fachleute in einer randomisierten Studie untersucht.

180 Kinder zwischen 10 Monaten und 2 Jahren, welche in den letzten sechs Monaten mindestens 3 mal unter einer akuten Otitis media litten, wurden in die randomisierte, kontrollierte Studie eingeschlossen. Je nach Gruppenzuteilung erfolgte zur Prophylaxe vor weiteren Otitiden eine Adenoidektomie, eine Antibiose mit 50 mg/kg KG Sulfasurazol täglich oder eine Placebobehandlung während 6 Monaten. Der follow up betrug 2 Jahre. Primäre Endpunkte waren das Therapieversagen, definiert als das Auftreten zweier Otitis-Phasen in 2 Monaten oder deren 3 in 6 Monaten oder persistierende Effusion, Anzahl Otitiden, Arztbesuche und Antibiotikaverschreibung.

 

Im Vergleich zu Placebo waren Therapieversagen in beiden aktiven Behandlungsgruppen etwas seltener, in der Adenoidektomiegruppe um 10%, in der Antibiotikagruppe um 18%. In Bezug auf alle anderen Endpunkte zeigten sich keine Unterschiede zwischen den drei Gruppen.

 

Konklusion der Autoren: Die Adenoidektomie zur Prophylaxe vor weiteren Episoden ist bei Kindern zwischen 10 Monaten und 2 Jahren mit rezidivierenden Otitiden nicht effektiv und kann somit als primäre prophylaktische Therapie nicht empfohlen werden.

 

Originalstudie

 

BMJ 2004;328:487 - Koivunen P et al

06.03.2004 - dde

 
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