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Sie sind hier: Kongresse/Tagungen » CH-Tagungsberichte 04. Dezember 2020
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Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen im Alter von 50-75: Resultate des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)

Brigitte Santos-Eggimann, Universitätsspital und Universität Lausanne (CH)

 

SHARE ist ein von Deutschland aus koordiniertes europäisches Projekt in Form einer longitudinalen, bevölkerungsbezogenen Beobachtungsstudie zur Evaluation der ökonomischen Auswirkungen des Alterns in verschiedenen Ländern. In zufällig ausgewählten Haushalten wurden in allen teilnehmenden Ländern Personen über 50 zu physischen und mentalen Gesundheitsaspekten, Lebensumständen, Arbeit und sozialem Netzwerk befragt. Ausserdem erfolgten verschiedene Tests zur Einschätzung der physischen und mentalen Gesundheit (Kraft in den Händen, Skala zur Evaluation einer Depression und Gesamtbeurteilung der Gesundheit).

 

Beträchtliche Unterschiede zwischen den Ländern

Insgesamt nahmen 19'671 über 50-jährige Personen an SHARE teil, davon 940 aus der Schweiz. Nicht jedes Land gibt gleich viel für Gesundheit aus; an der Spitze liegt die Schweiz mit 11.5% des Bruttosozialprodukts, gefolgt von Frankreich und Deutschland. Erhebliche Unterschiede bestanden auch beim Bildungsgrad, beim durchschnittlichen Haushaltseinkommen, der Lebenssituation sowie bei der physischen und mentalen Gesundheit.

Konsultationen, Hospitalisationen und Medikamenteneinnahme

Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen und Lebenssituation sowie der Gesundheitsstatus beeinflussten die Anzahl medizinischer Konsultationen und Hospitalisationen sowie die Anzahl Leidensbereiche, für welche Medikamente eingenommen werden, signifikant.

 

Nach Abgleich der Resultate bezüglich all dieser Faktoren lagen Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien mit einer mittleren Konsultationsrate von 7.25 pro Kopf und Jahr im allgemeinen Durchschnitt. Signifikant höhere Raten hatte lediglich Belgien aufzuweisen. In Dänemark, Holland, Schweiz, Griechenland und Österreich suchten die Patienten signifikant seltener einen Arzt auf. Mit Abstand am geringsten war die Konsultationsrate in Schweden. Die Unterschiede in der jährlichen Hospitalisationsrate waren ebenfalls erheblich. Sie schwankte zwischen 7% in Griechenland und 17% in Österreich, mit einem europäischen Mittelwert von 12.6%. Nach Abgleich der Resultate bezüglich der verschiedenen potentiellen Verzerrungsfaktoren hatten nur noch Personen in Belgien und Frankreich eine signifikant höhere Medikamenteneinnahme als der europäische Durchschnitt.

 

Konklusion

Aus den Baseline-Daten von SHARE lässt sich, so Santos-Eggimann, zwar sagen, dass Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern in Europa bezüglich Konsum von medizinischen Leistungen bestehen, eine klare Assoziation zwischen Ausgaben für Gesundheit (in der Schweiz hoch) und der Inanspruchnahme von medizinischen Gütern (in der Schweiz eher unterdurchschnittlich) ist allerdings auch nach Berücksichtigung von demographischen Faktoren, Lebensumständen und Gesundheitsstatus nicht nachweisbar.

 

 
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23.11.2007 - dde
 



 
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