Leaderboard

Sie sind hier: Fachliteratur » Journalscreening 22. Juli 2019
Suchen
tellmed.ch
Journalscreening
Erweiterte Suche
Fachliteratur
Journalscreening
Studienbesprechungen
Medizin Spektrum
medinfo Journals
Ars Medici
Managed Care
Pädiatrie
Psychiatrie/Neurologie
Gynäkologie
Onkologie
Fortbildung
Kongresse/Tagungen
Tools
Humor
Kolumne
Presse
Gesundheitsrecht
Links
 

Zum Patientenportal

 
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

 Das Portal für Ärztinnen und Ärzte

Tellmed richtet sich ausschliesslich an Mitglieder medizinischer und pharmazeutischer Berufe. Für Patienten und die Öffentlichkeit steht das Gesundheitsportal www.sprechzimmer.ch zur Verfügung.

 

Rect Top

Pränatale Steroide: Auch bei drohender Frühgeburt nach Beginn der 34. SSW?

Späte Frühgeborene (34. - 36. Schwangerschaftswoche (SSW)) haben zwar ein vergleichbares Mortalitätsrisiko wie Termingeborene, das Risiko für respiratorische Komplikationen ist aber deutlich höher. Ob die pränatale Steroidgabe, die bei Schwangeren mit drohender Frühgeburt vor der 34. SSW standardmässig erfolgt, auch nach Beginn der 34. SSW – also bei späten Frühgeborenen - von Nutzen ist, untersuchte eine Multizenterstudie im NEJM.

17 amerikanische Universitätszentren nahmen an der Studie teil. Eingeschlossen wurden 2’831 Schwangere in der 34. - 36. SSW (SSW 34+0 bis 36+5), bei denen einer Frühgeburt drohte (also vor Beginn der 37. SSW). Sie erhielten im Abstand von 24 Stunden entweder 2 Injektionen Betamethason (à 12 mg) oder Plazebo. Der primäre Studienendpunkt war ein Komposit aus den Ereignissen Totgeburt, neonataler Tod innerhalb 72 Stunden nach Geburt und Komplikationen, die eine respiratorische Unterstützung des Neugeborenen innerhalb der ersten 72 Stunden nach Geburt notwendig machten (CPAP-Beatmung, nasale High-Flow-Sauerstofftherapie, hochdosierte Sauerstoffgabe, Extrakorporale Membranoxygenierung oder mechanische Beatmung).

 

Die Notwendigkeit respiratorischer Behandlungsmassnahmen war in der Betamethasongruppe deutlich geringer als in der Plazebogruppe, 11.6 % versus 14.4 % erreichten den primären Endpunkt, das entspricht einer Risikoreduktion um 20 % durch die pränatale Steroidgabe (Relatives Risiko RR 0.80, p=0.02). Auch schwere respiratorische Komplikationen im Allgemeinen sowie im Speziellen die Transiente Tachypnoe des Neugeborenen und Bronchopulmonale Dysplasie sowie der Surfactantbedarf fanden sich in der Betamethasongruppe signifikant seltener. Vergleichbar häufig waren Chorioamnionitis und Neugeborenensepsis. Hingegen entwickelten Neugeborene aus der Betamethasongruppe 60 % häufiger eine Hypoglykämie (24 % gegenüber 15 % in der Plazebogruppe, RR 1.60, p<0.001).

 

Fazit der Autoren: Auch bei späten Frühgeburten vermindern pränatale Steroide bei Schwangeren signifikant das Risiko für respiratorische Komplikationen beim Neugeborenen. Wegen des erhöhten Hypoglykämierisikos empfiehlt sich laut Studienautoren aber eine Überwachung der Blutzuckerwerte.

 

Link zur Studie

NEJM 2016, Online-Publikation am 4. Februar - Gyamfi-Bannerman CG et al.

12.02.2016 - acet

 
Adserver Footer
Rect Bottom
 

Abonnieren Sie den Tellmed-Newsletter

Anmelden >>

Fachbereiche
Gynäkologie
Pädiatrie

Fachportal Gastroenterologie:
Abklärung, Diagnose
Therapie, Prävention

Eisen-Fachportal:
Eisenmangel und Eisenmangelanämie
Sprechzimmer: Patientenratgeber

Wir befolgen die HONcode Prinzipien der Health On the Net Foundation Wir befolgen die HONcode Prinzipien.
Hier prüfen>>  

Sky right 1